Die Schweiz zu Gast beim Bücherfest


ProHelvetiaDer Schwerpunkt Schweiz im Tübinger Bücherfest wird von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt.

Nicole Bachmann

Nicole Bachmann

Nicole Bachmann, geboren in Basel, hat Psychologie und Sozialarbeit studiert und ist promovierte Gesundheits-psychologin. Sie arbeitet als selbständige Gesundheitswissen-schaftlerin und liebt Musik und das Fahrradfahren. Mit Partner, Töchtern und einer Katze lebt sie in Bern, der Stadt, in der auch ihre drei bislang veröffentlichten Krimis spielen.

Endstation Bern

Endstation Bern

Bern wird von einer Mordserie erschüttert: Die Opfer sind alle männlich, stammen aus dem Ausland und wurden nach ihrem Tod mit weißer Farbe beschmiert. Der Schauplatz der Verbrechen ist Ausserholligen, bekannt als ein sozialer Brennpunkt Berns. Ein rechter Politiker nutzt die Gunst der Stunde und schürt den Fremdenhass. Lou Beck, Epidemiologin im Privatspital Walmont, störrisch und gefährlich neugierig, stößt auf eine alte Krankheit – und einen rachsüchtigen Mörder.

Sa, 16. Mai
17 Uhr
Landgericht
5 Euro
frei
Kein Vorverkauf

Silvio Blatter

Silvio Blatter

Silvio Blatter, geboren 1946 in der Schweiz, ist Maler, Autor und Kolumnist. Er hat sowohl als Lehrer wie auch als Arbeiter in der Industrie gearbeitet. Im Zentrum seiner atmosphärisch dichten Romane stehen die Selbstfindung des Individuums und der Umgang mit Vergangenheit und Gegenwart. Heute lebt er in München und Zürich.

Wir zählen unsere Tage nicht

Eine Familie, vier Personen, zwei Generationen: Isa und Severin, Radiomoderatorin und Bildhauer, ein Künstlerehepaar, dessen große Tage vorbei sind. Die Kinder könnten in ihre Fußstapfen treten, kämpfen aber mit den Fallstricken ihrer bürgerlichen Existenz. Eines Tages tauchen Männer mit Schutzwesten und dunklen Masken auf und drohen den Ort zu erobern, an dem sich Severin vom Fortgang der Zeit unberührt glaubte ... Klug und souverän erzählt Silvio Blatter über Gelingen und Scheitern von Lebensplänen und von den großen Auseinandersetzungen zwischen den Generationen.

Sa, 16. Mai
13 Uhr
Pfleghof
Pfleghofsaal
8 Euro
3 Euro

Roland Buti

Roland Buti

Roland Buti, geboren 1964 in Lausanne, ist promovierter Historiker und Literaturwissenschaftler. Seine Dissertation zum Thema der extremen Rechten in der Schweiz erregte großes Aufsehen. Sein erster Roman erschien 2004. »Das Flirren am Horizont« wurde 2014 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.

Das Flirren am Horizont

Die französische Schweiz wird 1976 von einer Dürre heimgesucht. Auf dem Hof der Sutters erlebt der 13-jährige Gus das Ende seiner Kindheit, denn seine Familie zerbricht in diesem Sommer. Die Hitze rafft die Hühnerzucht des Vaters dahin. Eine fremde Frau, von der Mutter einquartiert, entpuppt sich als deren Geliebte. Ein heftiges Gewitter markiert nicht nur das Ende der Dürre, sondern bedeutet auch den Höhepunkt der Familientragöde: Wie Blitz und Donner entladen sich die aufgestauten Konflikte. Besonders beeindruckend ist Butis schlichte, klare Sprache.

Sa, 16. Mai
19 Uhr
Pfleghof
Pfleghofsaal
8 Euro
3 Euro

Arno Camenisch

Arno Camenisch

Arno Camenisch, geboren 1978, schreibt sowohl auf Rätoromanisch als auch auf Deutsch Prosa, Bühnenstücke und Lyrik. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer und dem Berner Literaturpreis. Nach mehreren Reisen und einem dreijährigen Aufenthalt in Spanien lebt er heute in Biel.

Nächster Halt Verlangen

Wie in einem Songbook erzählt Arno Camenisch in 14 Geschichten aus dem Leben eines reisenden Poeticus, getreu seinem Leitspruch: Die Geschichten liegen auf den Strassen, man muss sie nur finden, nicht erfinden. So reist der arglose Tramp nach Neapel und Bogotà, nach Lemberg und Lissabon und von Hongkong zurück nach Tavanasa, auf den Kunkelspass und von dort direkt nach Paris. Schöne Polizistinnen, dicke Zöllner, Kellner wie Kühlschränke und gefährliche Frauen sind seine ständig wechselnden Begleiter und er gerät von einer Bredouille in die andere.

Fr, 15. Mai
19 Uhr
Salzstadel
Pfleghofsaal
5 Euro
frei
Kein Vorverkauf

Schweizer Verlage - ein Sonderfall? Ein Gespräch über Freud und Leid in einem speziellen Markt

Zwei Schweizer Verlage stellen ihre Verlage und ihre Bücher vor.
Marianne Sax, Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes (SBVV) und Inhaberin des Bücherladens Marianne Sax in Frauenfeld, moderiert ein Gespräch zur Situation des Schweizer Buchhandels.

So, 17. Mai
17 Uhr
Pfleghofsaal
Eintritt frei

Katharina Geiser

Katharina Geiser

Katharina Geiser wurde 1956 geboren und hat in Zürich Germanistik, Anglistik und Pädagogik studiert. Wie sie schreibt, hat sie »ein Faible für Honigbrote, Tee und Wegweiser« und »mag weder Bier noch Abkürzungen«. Ihre vier Romane wurden mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Sie lebt am Zürichsee und in Schleswig-Holstein.

Vierfleck oder Das Glück

Vierfleck oder Das Glück

Eugen Esslinger, Sohn eines Miederwarenfabrikanten, lebt zunächst von seinem ererbten Vermögen, ist homosexuell und heiratet Mila Rauch, mit der er drei Kinder hat. Deren Vater aber ist er nicht. Seine Frau hat eine lebenslange Beziehung mit dem Indologen Heinrich Zimmer, der mit Christiane von Hofmannsthal verheiratet ist, der Tochter des Dichters. Es sind vier Jahrzehnte deutscher Geschichte (1900-1944), die in diesem Roman lebendig werden, vor allem in den Details, abseits der Hauptsachen und der Hauptfiguren.

So, 17. Mai
13 Uhr
Museum
8 Euro
3 Euro

Mario Gmür

Mario Gmür

Mario Gmür ist Psychiater, Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Er ist zudem Autor zahlreicher wissenschaftlicher Texte, mehrerer Sachbücher sowie eines Erzählbands. Mario Gmür lebt und arbeitet in Zürich.

Büroklammern verbiegen

Büroklammern verbiegen

Senkrechtstarter, Nesthocker, Bürgerschreck, Optimist oder Verführer? Eine verbogene Büroklammer offenbart Ihren Charakter. Denn die Büroklammer, treuer Bürosoldat und Allzweckwaffe im Kampf gegen das Chaos, erleidet früher oder später immer das gleiche Schicksal – sie wird verbogen. Dass daraus nicht nur erstaunliche Gebilde entstehen, sondern dass sich diese auch bestimmten Charaktertypen zuordnen lassen, hat der Psychologe Mario Gmür erkannt. Heraus kam das weltweit erste Buch über Büroklammern, inklusive eigens entwickeltem Persönlichkeitstest.

Sa, 16. Mai
15 Uhr
Bachgasse
8 Euro
3 Euro

Franz Hohler

Franz Hohler

Franz Hohler in Biel geboren, lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler der Schweiz. Der Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. erhielt er 2002 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2005 den Kunstpreis der Stadt Zürich, 2013 den Solothurner Literaturpreis, 2014 den Alice-Salomon-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis.

Der Autostopper. Die kurzen Erzählungen

Der Autostopper

Vor über vierzig Jahren erschien mit dem Band "Idyllen" Franz Hohlers erste Sammlung mit kurzen Erzählungen. Der Titel kann in seiner ironischen Brechung als Programm verstanden werden: Idyllisch geht es in diesem Band und in den weit über einhundert anderen Erzählungen, die Franz Hohler seither geschrieben hat, allenfalls auf der Oberfläche zu. Im Untergrund rumoren dunkle Kräfte und brechen hervor, ohne sich um den schönen Schein des Alltags zu kümmern. Eine bunte, phantasievolle, manchmal auch böse und abgründige Welt kommt zum Vorschein.

Fr, 15. Mai
19 Uhr
Pfleghofsaal
8 Euro
3 Euro

Maurice Maggi

Maurice Maggi

Maurice Maggi, geboren 1955, ist ausgebildeter Landschaftsgärtner, Bauführer und hat als Koch in der Schweiz und den USA gearbeitet. Seit mehr als zwanzig Jahren initiiert er Projekte, Ausstellungen, Führungen und Filme zu den Themen Biotope, Gardening und Kochen mit Wildpflanzen. Er lebt in Zürich.

Essbare Stadt

Die Stadt bietet uns eine Fülle an wilden Pflanzen, mit denen man wunderbar kochen kann. Maurice Maggi, Guerillagärtner und Koch, nimmt uns mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu den essbaren Schätzen der Stadt und zeigt, welche einfach-originellen Delikatessen sich damit zubereiten lassen. Über 70 vegetarische Rezepte eröffnen uns eine vergessene Welt und zeigen, wie viel Geschmack, Würze und Abwechslung buchstäblich vor unserer Haustür liegen und darauf warten, kreativ ausprobiert und genossen zu werden..

Sa, 16. Mai
17 Uhr
Bürgerheim
Kino Löwen
8 Euro
3 Euro

Thomas Meyer

Thomas Meyer

Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, ist Schriftsteller, Kolumnist und Aktionskünstler. Sein Debütroman »Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse« war nominiert für den Schweizer Buchpreis 2012, stand 46 Wochen lang auf der offiziellen Schweizer Bestsellerliste und brachte ihm 2013 den Anerkennungspreis des Zolliker Kunstpreises ein.
Die Lesung wird simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Motti Wolkenbruch ist 25 Jahre alt und lebt unverheiratet in Zürich bei seinen Eltern. Diesen Zustand gedenkt Mottis Mutter zu verändern, sehr zu seinem Leidwesen. Ihm werden nahezu alle heiratsfähigen jüdischen Frauen der Schweiz vorgeführt, die alle einen Fehler haben: Sie sehen aus wie seine Mutter. Seine wahre Liebe ist leider eine Schickse, und so muss Motti sich entscheiden zwischen der Familientradition und dem Aufbruch in ein neues Leben. Ein wunderbar humorvolles Buch. Besonders reizvoll: Es ist in jiddisch verfasst.

Fr, 15. Mai
21 Uhr
Pfleghof
Pfleghofsaal
8 Euro
3 Euro

Vincenzo Todisco

Vincenzo Todisco

Vincenzo Todisco ist einer der wichtigsten Autoren der italienischsprachigen Schweiz. Er ist Romanist, war Redakteur der Literaturzeitschrift »Quaderni grigionitaliani« und lehrt an der Pädagogischen Fachhochschule Graubünden. 2005 erhielt der den Bündner Literaturpreis. Er lebt in Rhäzüns.

Rocco und Marittimo

Eine Familiensaga, episch, leidenschaftlich und komisch: Rocco und Marittimo kommen 1965 im „Zug der Hoffnung“ zur Welt, der die Emigranten aus Süditalien in die Schweiz bringt. Fatalerweise werden die Neugeborenen während der Reise miteinander vertauscht. Marittimo wächst am Rande der Welt der Emigranten auf, teilt deren Demütigungen als Gastarbeiter und begegnet der Ungerechtigkeit. Er muss mit dem Fluch fertigwerden, der über seiner Familie hängt, die Fremdenfeindlichkeit gegenüber den Emigranten aushalten und die eigene Identität finden.

Sa, 16. Mai
17 Uhr
Stadtmuseum
5 Euro
frei
Kein Vorverkauf

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