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Autoren lesen

Marit Beyer & Olivia Trummer

"Paris" Konzertlesung

Marit Beyer, Olivia Trummer Literatur von Rainer Maria Rilke und Musik von Erik Satie.

»Heute war ein schöner, herbstlicher Morgen. Ich ging durch die Tuilerien. Alles, was gegen Osten lag, vor der Sonne, blendete. Das Angeschienene war vom Nebel verhangen wie von einem lichtgrauen Vorhang. Grau im Grauem sonnten sich die Statuen in den noch nicht enthüllten Gärten. Einzelne Blumen in den langen Beeten standen auf und sagten: Rot, mit einer erschrockenen Stimme.«

Das Programm ist ein literarisches und musikalisches Portrait von Paris mit Werken von Rainer Maria Rilke und Erik Satie. Rainer Maria Rilke reist zwischen 1902 und 1925 immer wieder nach Paris und schreibt über die Eindrücke der Stadt.

Marit Beyer liest »Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge« und »Neue Gedichte« von Rainer Maria Rilke.
Olivia Trummer spielt »Gnossiennes« und »Gymnopédies« von Erik Satie.

Das gleichnamige Hörbuch ist im DerDiwan Hörbuchverlag erschienen.
ca. 70 Minuten
Marit Beyer, Lesung
Olivia Trummer, Klavier
Malte Prokopowitsch, Regie, Dramaturgie, Bühne und Kostüme

Buchung über » info@icfa-tuebingen.de

Do, 23. September
18 und 20 Uhr
ICFA
10 Euro
5 Euro

Bernhard Hagemann

Bernhard Hagemann wurde 1956 in Bad Reichenhall geboren. Nach Stationen im Chiemgau, in München und am Staffelsee lebt er heute mit seiner Frau im Ammertal. Er ist Fotograf und Autor, veröffentlichte bereits zwei viel beachtete Bildbände sowie fünfundvierzig Kinder- und Jugendbücher. Bernhard Hagemann hat einen aufmerksamen Blick für die Komik des Zwischenmenschlichen und setzt seine Alltagsbeobachtungen mit viel Humor in Szene.

Die Pensionsspiele von Oberammergau

Willkommen im Gästehauswahnsinn! In seinem neuen Buch Die Pensionsspiele von Oberammergau schildert Bernhard Hagemann den ganz normalen Wahnsinn des Gastgewerbes und das Ankommen auf dem Land. Dabei greift er auf den reichen Fundus eigener Erfahrungen als ehemaliger Gästehausbetreiber zurück und schreibt höchst amüsant über ein Paar, das schnell in Richtung Burn-out schlittert. Bald schon stecken die ahnungslosen Quereinsteiger Simon und Carola, die mit viel Vorfreude eine Pension in Oberammergau übernehmen, mitten im Schlamassel. Denn der Arbeitsalltag ist turbulenter als gedacht: skurrile Gäste aus aller Welt, Wäscheberge, aufmüpfige Angestellte und die Tücken der Wurstaufschnittmaschine. Kurzum, was schiefgehen kann, geht auch schief.

Anmeldung über » www.galerie-fingur.de

Fr, 24. September
19 Uhr
Galerie Fingur
Eintritt frei

Schoog im Dialog

Dieses Mal empfängt Bernadette Schoog die Schauspielerin Mechthild Großmann

Das vordergründig Charakteristische von Mechthild Großmann sind ihre markante, tiefe Stimme und die üppigen schwarzen Haare. Wer kennt sie nicht als Staatsanwältin Klemm im Münsteraner »Tatort«. Dabei ist das nur eine der Facetten, die diese Ausnahmekünstlerin zu bieten hat. Neben zahlreichen Fernseh- und Theaterrollen ist sie über 40 Jahre eine der prägenden Akteurinnen im weltberühmten Tanztheater von Pina Bausch gewesen. Bei Bernadette Schoog wird sie höchst unterhaltsam von ihrer langen Karriere als Tänzerin und Schauspielerin berichten.

Buchung über den » Bürger- und Verkehrsverein

Fr, 24. September
20 Uhr
Sparkassen Carré
14 Euro / 9 Euro

Naceur Charles Aceval

Algerischer Märchenabend mit Musik

Heimat und Fremde - oder wie die Fremde zur Heimat wird. Wenn das geschieht - der Weg ist oft lang und holprig - wird ein großer Schritt in Richtung des Universalen getan, ein Schritt zum anderen und zu sich selbst. Aber wenn einem die ursprüngliche Heimat fremd wird, dann ist es oft sehr schmerzhaft. Man geht nicht wirklich und kommt auch nicht wirklich an. Denn wer auswandert stirbt irgendwie, irgendwo ein wenig, sagt ein Spruch.

Naceur Charles Aceval erzählt heute von seiner Kindheit während des Algerienkrieges, seinem Weg eines jungen Mannes nach Marseille, seiner geglaubten zweiten Heimat. Bis nach Deutschland, wo er nach vielen Jahren seine schwäbische Wahlheimat gefunden hat.

Der Abend wird von Märchen und Geschichten umrahmt und die besondere Reise wird begleitet von zwei jungen talentierten algerischen Musikern: Mouloud Mammeri und Nabil Saadi.

In Kooperation mit dem Club Voltaire e. V. Infos unter » www.club-voltaire.net

Fr, 24. September
20 Uhr
Club Voltaire

Michael Köhlmeier

Michael KöhlmeierMichael Köhlmeier, 1949 am Bodensee geboren, schreibt Romane und Gedichte und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk und 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

Matou

Michael Köhlmeier kann leider krankheitsbedingt nicht kommen! Die Karten behalten ihre Gültigkeit für einen Nachholtermin. Ersatzweise liest heute für Köhlmeier sein Verleger Jo Lendle aus "Matou".

Die großen Fragen der Menschheit – betrachtet von einem einzigartigen Kater: Matou. Sein Leben ist ein Sieben-Leben-Leben, es reicht von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart. Seine Leidenschaft ist es, den Menschen verstehen zu lernen. E.T.A. Hoffmann und Andy Warhol kannte er persönlich, auf der Katzeninsel Hydra führte er einst einen autokratischen Staat und kämpfte im Kongo gegen die Kolonialherren. Matous Leben sind voller großer Abenteuer, er ist ein wilder Geschichtenerzähler und ein noch größerer Philosoph. Er ist der Homer der Katzen. Der neue große Roman von Michael Köhlmeier ist eine Liebeserklärung an Mensch und Tier.

Der charismatischste Erzähler der Welt ist ein Kater.

Moderation: Jo Lendle

Sa, 25. September
13 Uhr
Bürgerheim
Kino Löwen
16 Euro
9 Euro

Joachim Zelter

Joachim ZelterJoachim Zelter; 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 freier Schriftsteller. Bei Klöpfer & Meyer erschienen u. a. Der Ministerpräsident (2010), nominiert für den Deutschen Buchpreis, sowie Im Feld (2018). Zuletzt erschien Imperia (2020).

Joachim Zelter erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie unter anderem den begehrten Preis der »LiteraTourNord«.

Die Verabschiebung

Eigentlich könnte alles gut sein zwischen Julia und Faizan. Seit einigen Wochen sind die beiden ein Liebespaar – wenn Faizan denn nur in diesem Land bleiben dürfte. Als Asylbewerber aus Pakistan sind seine Chancen auf ein Hierbleiben gleich null. Und so entschließt sich Julia, ihren Freund zu heiraten, obgleich sie eigentlich niemals und unter keinen Umständen jemals heiraten wollte. Doch wenn sie geglaubt hat, dass mit einer Ehe nun alles gut wird, hat sie sich geirrt.

Beklemmend-spannend erzählt Joachim Zelter von der End- und Aussichtslosigkeit eines Asylverfahrens, wo auch eine Ehe kein hinreichender Grund mehr für irgendetwas ist. Sein Roman beschreibt einen kafkaesk-kalten Kosmos akribischen Rechts, in dem die beteiligten Menschen – in einem endlosen Kraftakt – immer mehr an Autonomie und Substanz verlieren, bis kaum mehr etwas von ihnen übrig ist. Menschenwürde? Sie erweist sich in Zelters neuem Roman zunehmend als Konjunktiv.

»Genau darin liegt die Meisterschaft des Erzählers Joachim Zelter. Dass er Spannungsbögen und Pointen millimetergenau setzen kann. Dass er das typisch Menschliche, Endliche, Tragische aufspürt.« Süddeutsche Zeitung

»Ein genialer Erzähler und Vorlesekünstler!« Südwestrundfunk

Sa, 25. September
13 Uhr
Casino
10 Euro
3 Euro

Mithu M. Sanyal

Mithu M. Sanyal

Mithu M. Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch Vulva. Das unsichtbare Geschlecht, 2016 Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens.

Identitti

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Als würden Sally Rooney, Beyoncé und Frantz Fanon zusammen Sex Education gucken, beginnt damit eine Jagd nach „echter“ Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen. Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen.

Die Lesung wird simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

»Was für eine gnadenlos witzige Identitätssuche, die nichts und niemanden schont. Man ist nach der Lektüre nicht bloß schlauer – sondern auch garantiert besser gelaunt.« Alina Bronsky

Moderation: Schamma Schahadat

Das Buch steht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2021

Sa, 25. September
13 Uhr
Westspitze
13 Euro
6 Euro

Jo Lendle

Jo Lendle

Jo Lendle wurde 1968 geboren und studierte Kulturwissenschaften und Literatur in Hildesheim, Montreal und Leipzig. Bei der DVA sind seine Romane Was wir Liebe nennen (2013), Alles Land (2011), Mein letzter Versuch, die Welt zu retten (2009) und Die Kosmonautin (2008) erschienen. Eine Art Familie ist sein erster Roman bei Penguin.

Eine Art Familie

Man sucht sich die Zeiten nicht aus, in die man gerät und die einen prägen. Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus und die junge DDR bis in die Bundesrepublik der Nachkriegszeit führt Jo Lendles raffiniert erzählter Roman über das Zerbrechen einer Familie, über Schuld, über Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Welt und die feinen Unterschiede zwischen Schlaf, Narkose und Tod. Es ist die Geschichte einer deutschen Familie – zufällig seiner eigenen.

Sa, 25. September
15 Uhr
vor der Burse
Lamm
13 Euro
6 Euro

Thommie Bayer

Thommie Bayer

Thommie Bayer, 1953 in Esslingen geboren, studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm Die gefährliche Frau, Singvogel, der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman Eine kurze Geschichte vom Glück und zuletzt Das innere Ausland.

Das Glück meiner Mutter

Der Schriftsteller Phillip Dorn nimmt sich eine Auszeit und fährt über die Alpen nach Norditalien. In der Abgeschiedenheit seines Ferienhauses, bei Espresso und Rotwein, lässt er die Gedanken schweifen. Zu Bettina und nicht zuletzt zu seiner Mutter, der er so nahestand und der er doch den größten Schmerz ihres Lebens zufügte. Eines Nachts reißt eine Fremde ihn aus seinen Erinnerungen, als sie heimlich seinen Pool benutzt. Die beiden kommen ins Gespräch, kommen einander näher - was Phillip nicht weiß, ist, dass sie der Schlüssel zu seiner drängendsten Frage ist.

»Thommie Bayers Romane trösten. Sie sind Balsam für die Seele.« SWR 2

Sa, 25. September
15 Uhr
Casino
16 Euro
9 Euro

Monika Helfer

Monika Helfer

Monika Helfer, geboren 1947 im Bregenzerwald, hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet. Mit ihrem Roman Schau mich an, wenn ich mit dir rede (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für Die Bagage (Roman, 2020) erhielt sie den Schubart-Literaturpreis 2021 der Stadt Aalen.

Vati

Die Lesung fällt leider krankheitsbedingt aus! Die Karten behalten ihre Gültigkeit für einen Nachholtermin.

Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiß über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit großer Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt.
»Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden.«

Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller Die Bagage begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Das Buch steht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2021

Marcus Hammerschmitt

Marcus Hammerschmitt

Marcus Hammerschmitt studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seit 1994 ist er als freier Schriftsteller tätig.

Neben seinen Science-Fiction-Romanen sowie (Multimedia-) Gedichten veröffentlichte er bisher in unregelmäßigen Abständen Essays und Dokumentationen in den Internet-Magazinen Telepolis und Futurezone sowie in der Wochenzeitung »Jungle World«. Polyplay erschien in einer Produktion des WDR aus dem Jahr 2008 auch als Hörspiel, die Romane Der Zensor und Grasland gibt es auch als Hörbuch.

Rom

Wolf und Katja, ein Paar mit mittlerem Einkommen und mittleren Aussichten. Er, ein Fotograf, der mit seinen Aufträgen manchmal Glück hat und manchmal nicht. Sie, eine Architekten-Büroleiterin, die selbst gern Häuser bauen würde.

Urlaub möchten sie machen, Rom soll es sein, mit dem Nachtzug ab München. Als der Zug in Österreich in einen Zugstau gerät, droht der Urlaub zu scheitern, bevor er angefangen hat. Aber Katja will um jeden Preis nach Rom, und wenn sie dorthin laufen muss. Die beiden ahnen nicht, in was sie hineingeraten, als sie Katjas Plan umsetzen.

Sa, 25. September
17 Uhr
Landgericht
10 Euro
3 Euro

Daniela Krien

Daniela KrienDaniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Ihr letzter Roman Die Liebe im Ernstfall stand monatelang auf der Bestsellerliste und wurde in 25 Sprachen übersetzt.

Der Brand

Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet. Sie sind angekommen in ihrem Leben, sie schätzen und achten einander, haben zwei Kinder großgezogen. Doch erst leise und unbemerkt, dann mit einem großen Knall hat sich die Liebe aus ihrer Ehe verabschiedet. Ein Sommerurlaub soll zeigen, was noch zwischen ihnen geblieben ist, und die Frage beantworten, wie und mit wem sie das Leben nach der Mitte verbringen wollen.

»Zurückgeworfen auf die Gesellschaft des anderen, nehmen Wut und Hilflosigkeit überhand.« Diogenes
Sa, 25. September
17 Uhr
Bürgerheim
Kino Löwen
16 Euro
9 Euro

Ingrid Noll

Ingrid NollIngrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und mehrfache Großmutter. Nachdem ihre Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk.

 

Kein Feuer kann brennen so heiß

Eine Anstellung in der Villa Alsfelder gilt als großes Los, denkt sich Altenpflegerin Lorina. Aufregungen wir Techtelmechtel zwischen Angestellten, ein aufgeschwatzter Pudel und ein zurückgelassenes Baby beleben die alte Dame der Villa sichtlich neu. Sehr zum Missfallen ihres Großneffen, der aufs Erbe lauert.

»Die perfekte Mischung zwischen bürgerlicher Idylle und blankem Grauen.« Die Presse, Wien

Moderation: Bernadette Schoog

Sa, 25. September
17 Uhr
Casino
16 Euro
9 Euro

Peter Stamm

Peter StammPeter Stamm, geboren 1963, studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie. Seit seinem Romandebüt Agnes 1998 erschienen sechs weitere Romane, Erzählungssammlungen und Theaterstücke. Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt wurde ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis 2018.

Das Archiv der Gefühle

Die Sängerin Fabienne heißt eigentlich Franziska, und es ist vierzig Jahre her, dass sie eng befreundet waren und er ihr seine Liebe gestand. Fast ein ganzes Leben. Seitdem hat er alles getan, um Unruhe und Unzufriedenheit von sich fernzuhalten. Er hat sich immer mehr zurückgezogen und nur noch in der Phantasie gelebt. Er hat sein Leben versäumt. Aber jetzt taucht Franziska wieder auf. Gefährdet das seine geschützte Existenz, oder nimmt er diese zweite Chance wahr?

Sa, 25. September
17 Uhr
vor der Burse
Lamm
13 Euro
6 Euro

Übersetzerbüro Mihr

»Quasi Dasselbe mit anderen Worten«

»Quasi Dasselbe mit anderen Worten« (Umberto Eco »Über das Übersetzen«)

Zwischen Handwerk und Kunst oder warum wir keine Angst haben, vom Computer ersetzt zu werden.

Mitwirkende:
Ute Mihr und Anja Hansen-Schmidt – Geschäftsführerinnen der Agentur VerlagsService Mihr
Violeta Topalova – Übersetzerin (John Green. Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?: Notizen zum Leben auf der Erde, Hanser)
Hans-Peter Remmler – Übersetzer (Rick Reilly Der Mann, der nicht verlieren kann. Warum man Trump erst dann versteht, wenn man mit ihm golfen geht. Hoffmann und Campe)
Friedrich Pflüger – Übersetzer (J.K.Rowling. Ickabog. Carlsen)

Die Übersetzer stellen aktuelle Titel bekannter Autoren vor, erzählen von den besonderen Herausforderungen, die gerade dieser Text an sie stellte, und lesen Ausschnitte aus dem von ihnen übersetzten Werk vor. Nach dieser »Einführung« ins Übersetzen wollen wir dem Publikum anhand eines Textausschnittes zeigen, was einen Text, der von einem Menschen übersetzt wurde, von einem maschinell übersetzten Text unterscheidet.

Sa, 25. September
17 Uhr
Stiftsgarten
Stiftskapelle
Eintritt frei

Johannes Schweikle

Johannes Schweikle
Johannes Schweikle, 1960 in Freudenstadt geboren, schrieb in München für die »Süddeutsche Zeitung«. Heute arbeitet er als freier Autor u. a. für Die Zeit und FAZ, Geo und Brandeins. Zuletzt, 2017, erschien die Romanbiografie Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais.

Grobe Nähte

Wir lesen von drei Männern in München. Während das reiche München Flüchtlinge mit offenen Armen willkommen heißt und aufnimmt verändern sich deren Situationen auf unterschiedliche Weise. Was folgt auf die erste Willkommensbegeisterung?

Schweikles Roman prüft die Nähte im Gewebe einer Metropole. Packend beschreibt er die Zerreißprobe während der sogenannten Flüchtlingskrise.

»Johannes Schweikle hat für sich eine glaubwürdige Sprache gefunden, frei von den üblichen Floskeln, aber auch nicht überliterarisiert.« Die Zeit

Sa, 25. September
17 Uhr
Museum
10 Euro
3 Euro

Tomer Gardi

Tomer Gardi

Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt in Berlin. Für seinen Roman Eine runde Sache erhält er 2020 ein Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds und 2021 ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats für Literatur in nichtdeutscher Sprache.

Eine runde Sache

In Eine runde Sache reisen zwei Künstler aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten durch sprachliche und kulturelle Räume und sind immerzu in Bewegung. Fremdheitserfahrungen, Identität, das Leben als Künstler und jede Menge Politik sind die großen Themen des Romans, in dem sich die beiden Handlungsstränge gegenseitig spiegeln.

Zur Hälfte aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer.

Eine Veranstaltung der Reihe »Jüdische Lebensentwürfe in Deutschland« der vhs Tübingen im Rahmen des bundesweiten Projekts »#JLID – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Die von Anne Birkenhauer übersetzten Texte liest Anne Julia Koller.

Sa, 25. September
19 Uhr
vor der Burse
Lamm
10 Euro
3 Euro

Ryōko Sekiguchi und Karin Uttendörfer

Ryōko Sekiguchi, Karin Uttendörfer

Ryōko Sekiguchi,1970 in Tokio geboren, lebt seit 1997 als Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin in Paris. Für ihr japanisches Debüt 1988 erhielt sie den Preis Cahiers de la poésie contemporaine. Sie übersetzte u.a. Werke von Pierre Alferi, Atiq Rahimi, Jean Echenoz ins Japanische, sowie Eva Menasse und Gôzô Yoshimasu, klassische japanische Dichtung und zahlreiche Mangas ins Französische. Da sie in beide Richtungen übersetzt (vom Französischen ins Japanische und umgekehrt), betrachtet sie ihre Arbeit immer als »von einer bestimmten Art des Zusammentreffens, der Zweiheit und Zweisamkeit durchzogen.« Diese (mindestens – sie kann auch Persisch) doppelte Kultur ist auch in ihren eigenen Büchern deutlich zu spüren und führt zu einer besonderen Schreibweise.

Literaturpreis Premiere für Nagori

Ihr Roman Nagori in der deutschen Übersetzung von Karin Uttendörfer wurde mit dem in diesem Jahr das erste Mal verliehenen Literaturpreis Premiere ausgezeichnet.

In Kooperation mit dem ICFA Tübingen.

Buchung über » info@icfa-tuebingen.de

Sa, 25. September
19 Uhr
ICFA

Patrick Klügel, Gert Heidenreich, Ammicht Quinn, Steffen Staab

»Ich will nur Mensch sein, Tichy. Nichts mehr« Stanislaw Lem - Sterntagebücher

Gert Heidenreich ist Sprecher und Schriftsteller, Prof. Regina Ammicht Quinn Sprecherin des Cyber Valley Public Advisory Boards und Prof. Steffen Staab Cyber Valley Professor an der Universität Stuttgart.
Moderation: Patrick Klügel.

Gert Heidenreich liest aus Sterntagebücher von Stanislaw Lem, anschließend Diskussion mit Prof. Ammicht Quinn und Prof. Steffen Staab. Der polnische Autor und Philosoph Stanislaw Lem hat mit Sterntagebücher eine als Science-Fiction getarnte Geschichtensammlung über grundlegende Fragen des Mensch-Seins geschaffen. Die fiktiven Reiseberichte behandeln mit ironischer Distanz und absurder Metaphorik soziologische, psychologische und ethische Fragen, die sich auch im Zusammenhang mit der Forschung an künstlicher Intelligenz oder lernenden Maschinen stellen.

Eine Kooperation von Cyber Valley und vhs Tübingen mit dem Tübinger Bücherfest

Sa, 25. September
19 Uhr
Westspitze
10 Euro
3 Euro

Thomas Kunst

Thomas Kunst

Thomas Kunst, geboren 1965 in Stralsund, lebt und arbeitet in Leipzig. Er veröffentlicht Gedichte und Romane sowie Hörbücher, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Lyrikpreis Meran 2014. Für einen Auszug aus Zandschower Klinken erhielt er den Niederösterreich Literaturpreis 2018.

Zandschower Klinken

Bengt Claasen sitzt im Auto, sein ganzes Hab und Gut im Kofferraum. Vor sich, auf dem Armaturenbrett, liegt das Halsband seiner verstorbenen Hündin. Dort, wo es herunterfällt, will er anhalten und ein neues Leben beginnen. Er fährt so langsam und vorsichtig, wie es nur geht, und landet schließlich in Zandschow – einem Nest im äußersten Norden mit einem Feuerlöschteich im Zentrum. Schnell stellt er fest: Die Bewohner des Orts rund um »Getränke-Wolf« folgen einem strengen Wochenplan, donnerstags werden zum Beispiel zwanzig Plastikschwäne auf dem Teich ausgesetzt, und sie feiern an ihrer »Lagune« Festspiele unter künstlichen Palmen. Überhaupt: Mit den prekären Verhältnissen mitten in der Pampa finden sich die Menschen hier nicht mehr ab. Ihr Zandschow ist Sansibar, hier kann man arm sein, aber trotzdem paradiesisch leben, in viel Verrücktheit.

Das Buch steht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2021

Sa, 25. September
21 Uhr
Casino
13 Euro
6 Euro

Mareike Krügel

Mareike Krügel

Mareike Krügel,1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Förderpreis der Stadt Hamburg und den Friedrich-Hebbel-Preis.

Schwester

Iulias Schwester Lone liegt nach einem Unfall im Koma, und Iulia ist gezwungen, sich um sie zu kümmern und einige ihrer Aufgaben zu übernehmen. Sie beginnt nachzudenken, über ihre Familie und die Männer, über Vertrauen und die gemeinsamen Erlebnisse - nicht zuletzt auch über das Leben, das sie selbst seit Jahren führt: als Frau des Pastors und Angestellte in einer Sparkasse.

Schwester erzählt von dem schmerzlichen Abgleich zweier Leben und einer Heldin, die zunächst tastend, dann immer entschlossener ihren Weg sucht.

So, 26. September
11 Uhr
vor der Burse
Museum, obere Säle
13 Euro
6 Euro

Ewald Arenz

Ewald ArenzEwald Arenz, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Alte Sorten platzierte sich als Hardcover wie als Taschenbuch auf den Spiegel-Bestsellerlisten.

Der große Sommer

Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim strengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann - und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Dieser Sommer wird sein ganzes Leben prägen. Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.

Ein Roman, der jeden sich erinnern lässt: an die erste, vielleicht einzige große Liebe, an das Glück der Freundschaft und an die verdammte Arbeit, die Erwachsenwerden heißt.
So, 26. September
11 Uhr
Bürgerheim
Weltethos Institut
16 Euro
9 Euro

Takis Würger

Takis WürgerTakis Würger, geboren 1985, berichtet als Journalist für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel u. a. aus Afghanistan, Libyen und dem Irak. Mit seinen Reportagen gewann er zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Reporterpreis und den CNN Journalist Award. 2017 erschien sein Debütroman Der Club, der für den aspekte-Literaturpreis nominiert war und mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet wurde.

Noah

Noah Klieger war 20, als die Konzentrationslager befreit wurden. Er hat drei Todesmärsche und vier Konzentrationslager überlebt. Auch in den dunklen, eiskalten Stunden fand er Hoffnung, fand er Kämpfer für den Widerstand gegen die Deutschen, fand er Verbündete, die mit ihm Kartoffeln stahlen, fand er einen Arzt, der ihm das Leben rettete, fand er List und Glück und einen letzten Laib Brot.

Takis Würger erzählt die Lebensgeschichte des Noah Klieger – von seiner Kindheit im Frankreich der 1920er Jahre, seinem Überleben in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten bis zu seinem Engagement für die Staatsgründung Israels. Der Bericht eines großen Lebens – atemberaubend gut erzählt. Eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.

Moderation: Dorothee Kimmich

So, 26. September
11 Uhr
Casino
16 Euro
9 Euro

Sharon Dodua Otoo

Sharon Dodua OtooSharon Dodua Otoo, geboren 1972 in London, ist Autorin und politische Aktivistin. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe Witnessed (edition assemblage). 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur Dürfen Schwarze Blumen Malen?, die im Verlag Heyn erschien. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Phoenix e.V.

Adas Raum

Ada erlebt die Ankunft der Portugiesen an der Goldküste des Landes, das einmal Ghana werden wird. Jahrhunderte später wird sie für sich und ihr Baby eine Wohnung in Berlin suchen. In einem Ausstellungskatalog fällt ihr Blick auf ein goldenes Armband, das sie durch die Zeiten und Wandlungen begleitet hat. Ada ist viele Frauen, sie lebt viele Leben. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos.

Der lang erwartete erste Roman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo.

Moderation: Annagreta König Dansokho

So, 26. September
13 Uhr
Casino
13 Euro
6 Euro

Eva Menasse

Eva MenasseEva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin und debütierte im Jahr 2005 mit dem Familienroman Vienna. Es folgten Romane und Erzählungen, die vielfach übersetzt ausgezeichnet und ausgezeichnet wurden, u.a. durch den Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom.

Dunkelblum

Die Geschichte eines furchtbaren Verbrechens liegt über der Kleinstadt Dunkelblum und der älteren Bewohner. Jahrzehnte später, in den Spätsommertagen des Jahres 1989, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein und es geraten die Dinge plötzlich in Bewegung: ein Skelett ausgegraben, eine junge Frau verschwindet und wie in einem Spuk tauchen Spuren des alten Verbrechens auf. In ihrem neuen Roman entwirft Eva Menasse ein großes Geschichtspanorama am Beispiel einer kleinen Stadt, die immer wieder zum Schauplatz der Weltpolitik wird, und erzählt vom Umgang der Bewohner mit einer historischen Schuld.

Dunkelblum ist ein schaurig-komisches Epos über die Wunden in der Landschaft und den Seelen der Menschen, die, anders als die Erinnerung, nicht vergehen.

»Die ganze Wahrheit wird, wie der Name schon sagt, von allen Beteiligten gemeinsam gewusst. Deshalb kriegt man sie nachher nie mehr richtig zusammen. Denn von jenen, die ein Stück von ihr besessen haben, sind dann immer gleich ein paar schon tot. Oder sie lügen, oder sie haben ein schlechtes Gedächtnis.«

Die Lesung wird simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

So, 26. September
15 Uhr
Bürgerheim
Weltethos Institut
16 Euro
9 Euro

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