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Die Niederlande zu Gast beim Bücherfest


Peter Buwalda

Peter Buwalda

Peter Buwalda, 1971 in Brüssel geboren, arbeitete für eine Musikzeitschrift, bevor er seinen ersten Roman schrieb und freier Schriftsteller wurde. Sein Debüt Bonita Avenue, 2013 auf Deutsch erschienen, wurde für zwölf Preise nominiert, darunter die wichtigsten niederländischen Literaturpreise, und mehrfach ausgezeichnet. Der Roman führte über zwei Jahre lang die holländischen Bestsellerlisten an und wurde in zwanzig Sprachen übersetzt. 2019 veröffentlichte er seinen zweiten Roman Otmars Söhne, den ersten Teil einer Trilogie. Peter Buwalda lebt in Amsterdam. Gregor Seferens, 1964 geboren, ist Übersetzer etwa von Maarten ’t Hart, Geert Mak und Harry Mulisch und wurde u.a. mit dem Else-Otten-Übersetzerpreis ausgezeichnet. Er lebt in Bonn.

Otmars Söhne

Peter Buwalda

„Mit dem, was Psychiater für ein stattliches Honorar Vatersuche nennen, hat es nichts zu tun“ – so beginnt dieser Roman, und tatsächlich: Ludwig Smit, Stiefbruder eines genialen, aber wunderlichen Klavier- und Beethoven-Virtuosen, dessen Vater Otmar auch ihn großgezogen hat, sucht seinen leiblichen Vater nicht. Aber als der junge Shell-Angestellte, zuständig für die umstrittene Vermessung von Erdölfeldern per Dynamit, auf die sibirische Insel Sachalin reist, um dort den Geschäftsführer der Firma Sakhalin Energy zu treffen, kommt ihm der Verdacht, dass dieser Johan Tromp sein Vater ist, der ihn schon im Stich gelassen hat, als er noch gar nicht geboren war.

Deutsche Lesung: Anne Julia Koller

Fr, 24. September
18:30 Uhr
Westspitze
16 Euro
9 Euro

Mathijs Deen

Mathijs DeenMathijs Deen, geboren 1962, ist Schriftsteller und Radioproduzent. Er veröffentlichte Romane, Kolumnen und einen Band mit Kurzgeschichten, der für den renommierten AKO-Literaturpreis nominiert war. 2018 wurde ihm für die literarische Qualität seines Werks der Halewijnpreis verliehen. Bei mare erschien 2019 sein Roman Unter den Menschen.

Der Schiffskoch

Statt die Weltmeere zu bereisen und fremde Länder zu erkunden, fristet die Crew des Feuerschiffs »Texel« ein Leben an der Ankerkette. In der öden Alltagsroutine bilden die ausgefallenen Gerichte des verschrobenen Schiffskochs die einzigen Lichtblicke. Doch das Ziegenböckchen, das der Koch als Hauptzutat seines nächsten Menüs lebendig mit auf das Schiff bringt, setzt eine unerwartete Dynamik in Gang: Für Teile der Mannschaft wird es vom Proviant zum Kameraden, anderen gegenüber zeigt es seine diabolische Seite und löst inmitten dichter Nebelschwaden Chaos an Bord der »Texel« aus. Und als der Nebel sich endlich lichtet, gibt es einen Toten zu beklagen ...
Mit wundervoll lakonischem Humor und literarischem Tiefgang entführt uns Mathijs Deen auf sein fest verankertes Narrenschiff, auf eine Reise ohne Ziel, über ein Meer von skurrilen Begebenheiten.

Fr, 24. September
21 Uhr
Westspitze
10 Euro
3 Euro

Maarten Inghels, Stefan Wieczorek

Das Einsame Begräbnis

Maarten Inghels

Geschichten und Gedichte zu vergessenen Leben
Jedes Jahr wird eine große Anzahl Menschen begraben, ohne dass irgendjemand davon Notiz nimmt. Unter den Verstorbenen finden sich Obdachlose, Selbstmörder, illegale Einwanderer, Drogenkuriere, Opfer diverser Verbrechen – ein Panorama der vom Glück Vergessenen. Meist jedoch sind es alleinstehende ältere Menschen, die zu Hause aufgefunden werden, nachdem sich die Nachbarn über die Geruchsbelästigung im Treppenhaus beschwert haben.

Das Einsame Begräbnis ist ein Projekt aus den Niederlanden und Flandern, bei dem Dichter für vereinsamt Gestorbene anhand einer Recherche ein persönliches Gedicht schreiben und dieses während des Begräbnisses verlesen. Es ist ein letzter Gruß an Menschen, deren Leben zumeist aus der Bahn geriet und die ohne die Begleitung von Familie oder Freunden begraben werden.

Dichter sind keine Sozialarbeiter, aber sie können die Aufmerksamkeit für das Leben und Sterben von Einsamen verändern. Indem Gedichte entstehen, die die Existenz eines Menschen bekräftigen. Das Einsame Begräbnis geht von der Idee einer solidarischen Gemeinschaft aus, in der wir Verantwortung füreinander haben, über den Tod hinaus.

Sa, 25. September
15 Uhr
Stiftsgarten
Stiftskapelle
10 Euro
3 Euro

Marente de Moor

Marente de Moor

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, lebte nach ihrem Studium der Slawistik mehrere Jahre in St. Petersburg, wo sie als Korrespondentin für niederländische und russische Medien arbeitete.

Für ihren Roman Die niederländische Jungfrau (Suhrkamp, 2011) wurde sie mit dem BookSpot Literatuurprijs und dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. 2019 erschien bei Hanser ihr viel gelobter Roman Aus dem Licht.

Phon

Manchmal klingt es wie Trompetenstöße. Dann, „als würde Gott Möbel verrücken“. Die seltsamen Geräusche, die seit einiger Zeit am Himmel zu hören sind, verheißen nichts Gutes. Aber wann war es das letzte Mal gut, denkt Nadja. Was ist geblieben von dem Leben, das sie und Lew, ein idealistisches Zoologenpaar, sich in der Einsamkeit der westrussischen Wälder aufbauen wollten. Denn mit den Geräuschen kommen auch die anderen, dunklen Erinnerungen. Unverhohlen erzählt Nadja ihre verhängnisvolle Geschichte. Doch kann man ihr trauen? Ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel, fesselnd bis zur letzten Seite. So sinnlich wie subtil dringt es in die dunklen Seiten der Natur und des Menschen.

Moderation: Dorothee Kimmich

Sa, 25. September
19 Uhr
Bürgerheim
Lamm
13 Euro
6 Euro

Ilja Leonard Pfeijffer

Ilja Leonard PfeijfferIlja Leonard Pfeijffer, geboren 1968 in Rijswijk/NL, schreibt Romane, Geschichten, Gedichte, Kolumnen, Essays, Theaterstücke und Songtexte. 2008 übersiedelte er nach Genua, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. 2014 erhielt er den Libris Literatuur Prijs für seinen vierten Roman Das schönste Mädchen von Genua, von dem allein in den Niederlanden 80.000 Exemplare verkauft wurden und der zur Zeit verfilmt wird. Grand Hotel Europa steht seit seiner Publikation 2018 in den Niederlanden an der Spitze der Bestsellerliste und wird von Kritikern und Lesern gleichermaßen geschätzt.

Grand Hotel Europa

Ein junger Page, Abdul, empfängt den Schriftsteller auf den Marmorstufen des Eingangsportals, über dem in goldenen Lettern der Name "Grand Hotel Europa" zu lesen ist. Sie rauchen eine erste Zigarette und kommen miteinander ins Gespräch. Der Schriftsteller spricht von Venedig und von Clio, seiner großen Liebe, die ihn verlassen hat. Nun ist er hier, bezieht sein Zimmer in diesem geheimnisvollen Hotel, und während er die eleganten Gäste kennenlernt, fragt er sich, wie er Clio zurückgewinnen kann.

Grand Hotel Europa erzählt von einem alten Kontinent, auf dem vor lauter Geschichte kein Raum für die Zukunft ist und die einzige Perspektive der Tourismus. Es ist ein Roman über unsere europäische Identität und die Nostalgie am Ende einer Ära.

Moderation: Bernadette Schoog

So, 25. September
13 Uhr
Bürgerheim
Westspitze
13 Euro
6 Euro

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