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Lyrik


Stefanie Jaeckel
 

Stefanie Jaeckel ist Kunsthistorikerin, Journalistin, Autorin. 2017 schreibt sie zum ersten Mal in Einfacher Sprache. Und – Überraschung! Es geht genauso treffend wie sonst auch. Hölderlin leuchtet ist aus einer Hör-Führung für das Museum Hölderlinturm entstanden.

Hölderlin leuchtet -
Lesung in Einfacher Sprache

»Wer ein Buch liest,
begibt sich auf eine Reise.
Egal, ob wir ein Märchen lesen,
einen Roman, ein Gedicht,
oder die Geschichte des Universums:
immer machen wir uns auf den Weg.«

Der Dichter Friedrich Hölderlin liebt die Wörter. Die schwierigen ganz besonders. Das macht seine Gedichte einzigartig, aber auch schwer zu verstehen. Die Autorin Stephanie Jaeckel hat sich der Herausforderung gestellt, Friedrich Hölderlin und seine Gedichte behutsam und poetisch in Einfache Sprache zu übersetzen. Zu unserer inklusiven Sonderausstellung »Hölderlin liebt…« hat sie ein Lesebuch im Passanten-Verlag für Bücher in Einfacher Sprache veröffentlicht. In kurzen Texten erzählt sie von Hölderlins Leben, seiner Liebe zur Natur, den Facetten seiner Persönlichkeit und dem Klang seiner Gedichte. Dabei kommen ihre Texte mit den eigens für das Buch entstandenen Illustrationen von Jette von Bodecker in Dialog. Zum Bücherfest stellt Stephanie Jaeckel das Buch vor und schildert, wie sie sich daran gemacht hat, einen der schwierigsten deutschen Autoren in Einfache Sprache zu übertragen.

Die Texte werden von der Schauspielerin Hannah Jaitner (LTT) gelesen.

Die Lesung finden im Museumsgarten des Hölderlinturms statt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung über » www.hoelderlinturm.de

Sa, 25. September
11 Uhr
Hölderlingarten

Carolin Callies, José Oliver

Lyrik-Lesung

Carolin Callies, geboren 1980 in Mannheim, lebt in Ladenburg. Nach einer Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Suhrkamp Verlag und dem Studium der Germanistik und Medienwissenschaften in Mannheim war sie lange im Literaturbetrieb tätig. Heute ist sie Autorin und selbständige Literaturvermittlerin. Zuletzt erschienen ihre beiden Gedichtbände fünf sinne & nur ein besteckkasten (2015) sowie schatullen & bredouillen (2019) im Verlag Schöffling & Co. Preise und Auszeichnungen: Thaddäus-Troll-Preis 2015, Jahresstipendium für Literatur des Landes Baden-Württemberg 2015, Nominierung für den Clemens-Brentano Preis 2020, Gerlinger Lyrikpreis 2020. Als Literaturvermittlerin organisiert sie die jährlich stattfindenden Ladenburger Literaturtage »vielerorts«, die Bühne »Die Unabhängigen« für die Kurt Wolff Stiftung auf der Buchmesse Leipzig, und sie moderiert den Podcast »Flausen« für das Literaturhaus Stuttgart. Sie ist Mitherausgeberin des Jahrbuch der Lyrik 2021. 

José F. A. OliverJosé F. A. Oliver, 1961 in Hausach geboren, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Freiburg. Er ist Verfasser von Gedichten, Kurzprosa und Essays zu kulturpolitischen Themen. Nach Aufenthalten in der Schweiz, Ägypten, Peru, der Türkei und den USA war er 2002 Gastprofessor am MIT und übernahm 2007 die Poetikdozentur an der TU Dresden. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis, dem Kulturpreis Baden-Württemberg, dem Joachim-Ringelnatz- Preis und dem Basler Lyrikpreis 2015. Seit 1998 organisiert er das anspruchsvolle Literaturfestival Hausacher Leselenz. Letzte Veröffentlichungen: wundgewähr (Matthes & Seitz 2018); zum Bleiben, wie zum Wandern – Hölderlin, theurer Freund (mit Mikhael Vogel; Schiler-Mücke 2000).

Diese PEN-Lyriklesung präsentiert zwei außergewöhnliche, experimentelle und hellhörige LyrikerInnen: Carolin Callies und José F. A. Oliver. Beide wurden u.a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet. José F.A. Oliver erhält im November den diesjährigen Heinrich-Böll-Preis. Carolin Callies erhielt vor kurzem den Gerlinger Lyrikpreis. Beiden geht es um einen Blick, der aus der Fremde kommt. Sie tragen Welt nach Tübingen. »Ich bin brav«, sagt Carolin Callies von sich, ihre Gedichte sind das nicht. Der »nomadische Heimatdichter« José F. A. Oliver zeigt, wie in den Worten der Ort steckt: w:orte und verleiht ihnen »weltbiss«. Im Stiftsgarten findet Lyrik statt.

Moderiert von der Lyrikerin Eva Christina Zeller.

Sa, 25. September
13 Uhr
Stiftsgarten
Stiftskapelle
10 Euro
3 Euro

Anja Kampmann und Sophia Scheifler

Anja Kampmann width=Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2013 erhielt sie den MDR-Literaturpreis, 2015 den Wolfgang Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt.

Bei Hanser erschienen ihr Gedichtband Proben von Stein und Licht (Lyrik Kabinett, 2016), ihr Debütroman Wie hoch die Wasser steigen (2018), für den sie mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde, sowie zuletzt Der Hund ist immer hungrig (Gedichte, 2021).

Der Hund ist immer hungrig

Zeitungsträger, ein Mädchen auf dem Spielplatz, Jugendliche in ihrer naiven Sehnsucht fragen sich nach dem großen Leben und wo es sein könnte. Die Zukunft unterdessen hat ein anderes Blau und kündigt sich an mit Klonpferden und Mammuts. Mit zwei Büchern ist Anja Kampmann rasch bekannt geworden, mit Wie hoch die Wasser steigen, ihrem ersten Roman, und mit ihren Gedichten. Die neuen Gedichte erzählen vom Marschland, Figuren treten auf, wiederkehrende Motive verklammern sie zu einem großen Bild der Landschaft in unserer Zeit. Sie bestätigen Anja Kampmanns Rang als ganz eigenständige, überraschende Stimme ihrer Generation.

Nach ihrem hochgelobten Debütroman Wie hoch die Wasser steigen widmet sich Anja Kampmann wieder der Lyrik und fragt nach dem großen Leben.

Die Lesung begleitet Sophia Scheifler auf ihren zwei verschieden besaiteten Kontrabässen.

Sa, 25. September
19 Uhr
Casino
13 Euro
6 Euro

Tibor Schneider

Tibor SchneiderTibor Schneider, geboren 1978, in Tübingen studierter Philosoph und Literaturwissenschaftler, orientiert sich im und am Großraum Stuttgart, da er an der dortigen Volkshochschule unterrichtet. Bereits 2011 wurde er für den Münchner Lyrikpreis nominiert; sein erster Gedichtband Zimt fuer Deutschland : redada-Gedichte erschien 2016. Den Mit­heraus­geber der Zeitschrift ]trash[pool, der in Ludwigsburg wohnt, verbinden mit Tübingen noch immer ganz viele Menschen, Lesungen, Ausstellungen.

magnesiumgeschwindigkeit

die mutter übersetzt das wort bild durch traubenzucker. dem vater bekommt der louvre geräuchert immer noch am besten. auf der suche nach akustischen tischen. saniere ich als carbonmetapher die komplette woche nicht. die nächste vielleicht. sonnenbrüllen schmeckt pro häppening selten anders. die plüschigen ameisen kochen auch nur mit wasser. ich frage den sonnenkern. welchen limbustext die tendenzlactosen jährlich ausrufen. wenn sie verblendung konfudieren. die pandagraphie bietet hier eine doktorale zwischenlösung an. jäzzketten mit löwenzahn dazu. die erbse verfügt über die amerikanische seite des mondes. allein der gedanke berechtigt. jung & zeitbrot zu sein. & die panade dazu war übrigens sehr gut.

Moderation: Peter Holland

Sa, 25. September
21 Uhr
Galerie Fingur
10 Euro
3 Euro

Katinka Kraft

Grew Out of the Forest

Autobiographical and traditional stories with German-American Katinka Kraft, Berlin.

From fairy gateways to raven wisdom, these stories weave themselves through the cobblestone streets of 80's Berlin to the moss covered branches of the PacificNorthwest. As the tallest trees on earth hold each other steady underneath the ground, how does one find roots while being split between cultures, parents and continents? Katinka Kraft is a storyteller and spoken word artist.With a background in spoken word and creative writing, Katinka fuses poetic awareness of image, rhythm and sound with the connective quality and immediacy of oral storytelling. Her work combines hermemories of childhood, being German American, queer femme identity, and her attempts to find earth-bound truths worth digging her feet into. This show connects the traditional story with the autobiographical to bring forth that which is political, personal and timeless.

In englischer Sprache.
d.a.i.-Mitglieder 3 Euro.

So, 26. September
11 Uhr
Stiftsgarten
Stiftskapelle
10 Euro
3 Euro

Elena Pallantza und Peter Holland

Elena Pallantza lebt als Gräzistin, Literaturübersetzerin und Autorin zwischen Bonn und Athen. Sie engagiert sich vielfach für die Sichtbarkeit der griechischen Gegenwartsliteratur im deutschsprachigen Raum. 2013 gründete sie an der Universität Bonn den Übersetzungskreis LEXIS, mit dem sie 2018 den griechischen Staatspreis für literarische Übersetzung erhielt.

Peter Holland lebt als Literaturvermittler und Spracharbeiter in Berlin. Organisator und Kurator von Lesungen, Verlagspräsentationen und Büchermärkten, Literaturausstellungen und Buchbinde-Werkstätten. Herausgeber, Lektor und Mitübersetzer diverser Lyrikbände.

Jannis Ritsos’ Vierte Dimension – Helena und Philoktet

jannis Ritsos

Jannis Ritsos gehört zu den großen griechischen Dichtern des 20. Jahrhunderts und wurde zur Symbolfigur des Widerstands. Dabei bot der Mythos dem politisch engagierten Autor eine »gute Maske in schwierigen Zeiten«. Seine hierzulande bisher wenig übersetzten monologischen Langgedichte der Vierten Dimension (1956–1972) zählen zu den radikalsten und rätselhaftesten Bearbeitungen antiker Stoffe, deren drängende Fragen bis in unsere Gegenwart führen. Ob Philoktet, der erste Verbannte der Literaturgeschichte, als selbstbestimmter Eremit oder Helena als philosophierende Greisin, die gesellschaftliche Rollenbilder hinterfragt – Ritsos’ mythische Gestalten sind ein Ensemble maskierter Freigeister, die sowohl die Freiheit des Individuums und der Kunst als auch den leisen alltäglichen Kampf gegen die Vergänglichkeit und den Tod preisen.

Elena Pallantza und Peter Holland in Lesung und Gespräch.

Vorgestellte Bücher: Jannis Ritsos, Helena (Reinecke & Voß 2017) und Philoktet (Reinecke & Voß 2021), in den Übersetzungen von Elena Pallantza und LEXIS.

So, 26. September
13 Uhr
Stiftsgarten
Stiftskapelle
10 Euro
3 Euro

Wiliam Blake

Worlds of experience and imagination

Wiliam BlakeSprecherin und künstlerische Leitung: Barig Nalbantian – Sängerin, Schauspielerin und Sprecherin.
Insa Jebens – Schauspielerin am LTT Tübingen
Lunar Ring – KI Künstlergruppe aus Tübingen

Wiliam Blake (1757–1827), Maler, Mystiker und Poet hat einzigartige Werke voller visionärer Kraft geschaffen. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurde die Qualität seiner Arbeit erkannt, und seine Dichtung zählt heute zu den Bedeutendsten der englischen Lyrik. Auch seine Zeichnung sind große Werke der englischen Kunst. Lunar Ring beschäftigt sich seit Langem mit den Arbeiten von Blake. Sie öffnen auch heute noch neue Vorstellungsräume und ermöglichen neue Erfahrungen.

Blakes Arbeiten werden durch kreative künstliche Intelligenz neu interpretiert. Seine Bilder werden von einer KI neu gemalt und in einem endlosen, fließenden, immer neuen Strom von Bildern auf einer Leinwand präsentiert. Ein anderes neuronales Netzwerk hat mit Hilfe der Gedichte von Blake gelernt, eigene Gedichte zu schreiben.

Vor dem KI-Bilderstrom präsentieren Barig Nalbantian und Insa Jebens die Gedichte. Durch das Zusammenspiel von Blake und KI entstehen so visionäre Eindrücke, die eine Ahnung vermitteln, welche Möglichkeiten durch die Interaktion von Menschen und kreativen Maschinen entstehen können.

Die Gedichte werden auf Englisch vorgetragen. Es gibt eine Einführung und ein Programmheft.

So, 26. September
15 Uhr
Westspitze
13 Euro
6 Euro

Ilma Rakusa und Thomas Schmidt
 

Ausstellungsfinissage und Lesung aus dem Gedichtzyklus Corona mit Hölderlin

Ilma Rakusa (*1946) studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Sie lebt als Schriftstellerin, Kritikerin und Übersetzerin in Zürich. Ihr literarisches Werk umfasst Lyrik, Erzählungen, Essays und das Erinnerungsbuch Mehr Meer. 2020 erschien in der Grazer Literaturzeitschrift »manuskripte« ihr Gedichtzyklus Corona mit Hölderlin. Sie erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Preis (2003), den Schweizer Buchpreis (2009), den Berliner Literaturpreis (2017) und den Kleist-Preis (2019), und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Im vergangenen Jahr verfasste die Schweizer Schriftstellerin Ilma Rakusa einen Gedicht-Zyklus, der zwei Ereignisse miteinander verknüpfte, die im letzten Jahr fatal zusammenfielen: Corona und Hölderlin. Ausgehend von den Versen Friedrich Hölderlins wandte sie den Blick hinaus in die Natur, die auch für Hölderlin noch bis in seine letzten Jahre, die er im Tübinger Turm verbrachte, einen zentralen Gegenstand seiner Dichtungen bildete. Ilma Rakusas Gedichte beschreiben, wie sich die Wahrnehmung der Umwelt durch den verordneten Lockdown verändert, greifen die Stimmungen auf, die in der Luft liegen, und ziehen dabei immer wieder Parallelen zu Hölderlin.

Zur Finissage der Ausstellung »Aus dem Archiv geholt«, für die sie einen Liebesbrief von Susette Gontard an Friedrich Hölderlin aus dem Hölderlin-Archiv der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart kommentiert hat, der vom 1. Juli bis 27. September 2021 im Hölderlinturm ausgestellt ist, spricht sie mit Prof. Dr. Thomas Schmidt, Koordinator des Hölderlin-Jubiläumsjahrs 2020 und Kurator der Dauerausstellung im Hölderlinturm, über das Schicksalsjahr 2020 und die Produktivität, die noch heute von Hölderlins Versen ausgeht.
www.hoelderlinturm.de

Die Lesung finden im Museumsgarten des Hölderlinturms statt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung über » www.hoelderlinturm.de

So, 26. September
17 Uhr
Hölderlingarten

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